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500-Euro-Schein abzuschaffen ist das falsche Signal

Zu DM-Zeiten gab es einen 1000-DM-Schein. Man hat ihn nicht oft gebraucht, aber er war da. 1000 DM waren viel Geld und der Schein gab das beruhigende Gefühl, dass es nichts gab, was man nicht auch mit Bargeld bezahlen konnte. Jetzt soll der 500-Euro-Schein abgeschafft werden. Seine heutige Kaufkraft ist deutlich geringer als die eines 1000-DM-Scheins und dennoch soll er weg. Die psychologische Botschaft, die dahinter steht, ist deutlich: Bargeld nutzt man nur noch für die kleinen Einkäufe. Die großen Anschaffungen werden mit Karte oder online bezahlt.

Zum Teil gibt das die heutige Lebenswirklichkeit der meisten Bürger wieder. Aber die meisten Bürger schätzen die bloße Möglichkeit, gegebenenfalls bar bezahlen zu können, selbst wenn sie es bei großen Beträgen nur selten tun. Dass der 500-Euro-Schein gerade jetzt abgeschafft werden soll, wo das Bargeldverbot in aller Munde ist, ist ein falsches Signal zur falschen Zeit. Und es zeigt einmal mehr, wie weit die Zentralbank vom Bürger entfernt ist und wie egal es ihr ist, was der Bürger wünscht.

2016-04-30T09:01:38+00:00 30.04.2016|Categories: Aktuelles, für Deutschland, für Europa|Tags: , , , , , , , |Kommentare deaktiviert für 500-Euro-Schein abzuschaffen ist das falsche Signal
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