Die Allianz für Fortschritt und Aufbruch ist eine pro-europäische Partei und den Prinzipien der
Wettbewerbsfähigkeit, der Subsidiarität und der guten Beziehungen zwischen den europäischen Völkern
verpflichtet. Die Allianz für Fortschritt und Aufbruch ist der Überzeugung, dass jede Europäische Nation über ihr eigenes ökonomisches
Schicksal selbst bestimmen sollte.

Die Allianz für Fortschritt und Aufbruch

  • stellt mit großer Sorge fest, dass die Rettung des Euros um jeden Preis – maßgeblich unterstützt durch
    die deutsche Regierung – zu starken anti-deutschen Ressentiments in Griechenland geführt hat,
  • weist darauf hin, dass die griechische Wirtschaft durch die überbewertete Währung ihrer
    Wettbewerbsfähigkeit beraubt wurde und dies zu Massenarbeitslosigkeit und zur Entstehung einer
    „verlorenen Generation“ geführt hat,
  • betont, dass eine Weiterführung der Währungsunion in ihrer jetzigen Form nicht im Interesse der
    griechischen Bevölkerung und Wirtschaft ist und stattdessen eine deutliche Abwertung notwendig ist,
    damit Griechenland wirtschaftlich gesunden kann,
  • verurteilt die derzeitige Situation, in der die Steuerzahler der Mitgliedstaaten gezwungen sind, eine
    gescheiterte Währungsunion zu stützen, und zugleich das Leiden der griechischen Bevölkerung verlängert
    wird; stellt fest, dass eine solche Politik weder wirtschaftlich noch moralisch zu rechtfertigen ist,
  • hebt hervor, dass eine Verringerung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit keine Lösung der Eurokrise
    darstellt und dass eine „interne Abwertung“ die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands nicht verbessert,
  • ist der festen Überzeugung, dass es für Europa als Ganzes Priorität haben sollte, seine
    Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen um seine ökonomische Stellung in der Welt zu bewahren,
  • betont, dass es im gemeinsamen Interesse der Steuerzahler der Mitgliedsstaaten und der griechischen
    Bevölkerung ist, die Währungsunion in ihrer derzeitigen Form aufzulösen. Je länger diese fortbesteht,
    desto größer werden die Verluste sowohl für die Steuerzahler als auch für die griechische Bevölkerung,
    die durch die Sparpolitik massiv geschädigt wurde,
  • bekräftigt, dass jede Art von Umschuldung an einen koordinierten Euroausstieg Griechenlands gekoppelt
    werden muss,
  • stellt fest, dass ein Euroaustritt keineswegs mit einem EU-Austritt einhergehen muss, angesichts der
    Tatsache, dass es eine Vielzahl an wirtschaftlich erfolgreichen Mitgliedern der EU gibt, die nicht Teil der
    Eurozone sind,
  • ist der Ansicht, dass ohne das Eingeständnis, dass die Mitgliedschaft in der Europäischen Währungsunion
    der griechischen Bevölkerung geschadet hat, eine wirtschaftliche Wiederbelebung Griechenlands
    ausgeschlossen ist,
  • fordert die europäischen Institutionen auf, alle erdenklichen rechtlichen und wirtschaftlichen
    Vorbereitungen zu treffen, um die Kosten eines Euro-Austritts abzumildern,
  • ruft alle demokratischen europäischen Parteien auf, bei der Umsetzung eines geregelten Euro-
    Austrittsverfahrens für Länder in wirtschaftlichen Krisensituationen zusammenzuarbeiten. Ansonsten
    werden rechte und linke Extremisten weiterhin großen Zulauf in Europa erhalten.

Allianz für Fortschritt und Aufbruch
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