Immer noch strömen Flüchtlinge nach Europa und vor allem nach Deutschland. Nachdem Österreich und Ungarn haben begonnen haben, den Flüchtlingsstrom zu unterbinden, sammeln sich die Flüchtlinge in Griechenland. Wir werden Lager auch in Griechenland errichten und angemessen finanzieren müssen. Diese könnten ein Teil der Lösung des Problems sein: Denn die Aussicht, aus einem Lager im Nahen Osten in ein Lager in Griechenland zu gelangen ist für die Flüchtlinge weniger verlockend als nach Mitteleuropa und vor allem Deutschland zu kommen.

Gäbe es Lager in Griechenland, könnten wir die atmende Obergrenze einrichten: eine Obergrenze‬, die sich an der jeweiligen Belastungssituation der Gemeinden orientiert. Denn nur die Gemeinden können entscheiden, wie groß die Aufnahmekapazitäten sind, welche Unterkünfte und Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, ob Flüchtlingskinder an Schulen aufgenommen werden können, ohne dass der Unterricht nachhaltig leidet, wie sich die sozialen Probleme der Gemeinden möglicherweise durch einen Zuzug von Flüchtlingen entwickeln.

Eine auf diese Weise ermittelte Obergrenze ist sachlich begründet und hätte vor Gericht Bestand. Sie erlaubt uns, Hilfe so zu leisten, wie wir sie auch leisten können.

Ich appelliere an die Verantwortungsträger in Deutschland und Europa, diese Art von Obergrenze einzurichten.