Erneut eine Schreckenstat aus dem Dunstkreis des Islamischen Staates. Wie sinnlos und wahllos hier gewütet wurde, sieht man daran, dass die meisten Opfer  Touristen aus Hongkong waren. Es ist grauenvoll, was sie und die anderen Angegriffenen erleiden mussten. Ihnen gelten meine aufrichtigen Genesungswünsche und meine tiefe Anteilnahme.

Aber in diese Gefühle mischen sich Wut und Entsetzen: Wie kann ein junger Mann, der dankbar dafür sein sollte, dass er in Deutschland aufgenommen und von einer Pflegefamilie betreut wurde, so bestialisch handeln? Statt eines Dankes werden wir Zeuge eines archaischen Amoklaufs, in der der Täter mit einer Axt willkürlich auf unschuldige Mitmenschen einschlägt. Ob mit einer Axt oder mit einem LKW oder mit einer modernen Schusswaffe: Ein Amoklauf ist ein fürchterliches Verbrechen, gegen das es fast keinen Schutz gibt.

Das einzige, was vielleicht helfen kann, sind rechtzeitige Warnungen aus dem Umfeld des Täters, wenn dieser sich in Gewaltphantasien ergeht. Das gilt für die Angehörigen von Waffennarren genauso wie es für die vielen moderaten Muslime gilt: Wer nach Blut lechzt oder Sympathien für blutrünstige Mörder wie den IS zeigt, muss unverzüglich zur Anzeige gebracht werden.

Achselzucken, Verniedlichungen oder Rücksichtnahmen sind fehl am Platze, wenn unschuldiges Leben bedroht sein könnte.