Die Europaabgeordneten der Allianz für Fortschritt und Aufbruch, Bernd Lucke und Joachim Starbatty, sind skeptisch, ob die gestern auf dem Treffen der Eurogruppe bekannt gegebene Bereitschaft Griechenlands zur Teilnahme des Internationalen Währungsfonds an den Rettungsprogrammen auf Gegenliebe stoßen wird. „Frau Lagarde tut gut daran zu prüfen, ob die notwendigen Bedingungen für eine IWF-Beteiligung erfüllt sind – sie sind es nämlich nicht“, kommentierte Lucke. „Wichtig ist, dass der IWF seine roten Linien diesmal nicht überschreitet. Der Grexit kommt mit oder ohne IWF, es ist nur eine Frage der Zeit“, so Lucke weiter.

Der IWF darf nur Geld verleihen, wenn er die Schulden des Empfängerlandes als tragfähig erachtet und er in vierteljährlichen Überprüfungen den Reformfortschritt in Athen positiv bewertet. Die erste Überprüfung war ursprünglich für Herbst geplant, hat aber noch immer nicht stattgefunden. „Man hat den Griechen im Juli Unmögliches zugemutet, von der Kommission ist deshalb keine Eile zu erwarten“, erklärt Starbatty die Verzögerung. „Man wird wohl kaum überrascht sein, wenn Griechenland nach der Flüchtlingskrise wieder die Medien prägt.“