Aus einem Artikel auf handelsblatt.com: Dass die Politiker der Altparteien und viele Medien reflexhaft Pegida ablehnen, ohne sich ernsthaft mit den Forderungen der Demonstranten zu befassen, ist ein Armutszeugnis.

Dass Pegida sich gegen Ausprägungen des Islam wendet, die frauenfeindlich oder gewaltbereit sind, hält die AfD für richtig. Auch viele andere Forderungen von Pegida werden von der AfD geteilt: Die Integration muslimischer Zuwanderer, Hilfe und Aufnahme von Kriegsflüchtlingen, eine menschenwürdige Behandlung von Asylbewerbern, die Abschiebung von ausländischen Straftätern.

Die AfD ist sich einig, dass Pegida sich klar von rechtsextremen Mitläufern distanzieren und eindeutig für Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Religionsfreiheit einstehen muss. Mit der Veröffentlichung ihres Positionspapiers hat Pegida einen großen Schritt in diese Richtung getan.

Es gibt keinen Zwist in der AfD-Führung über Pegida. Es hat anfänglich Irritationen gegeben, weil der unglücklich gewählte Name der Bewegung zu Befürchtungen führte, dass Pegida fremdenfeindlich und antiislamisch ausgerichtet sein könnte. Das wäre für die AfD inakzeptabel. Tatsächlich aber bejaht Pegida ausdrücklich das Zusammenleben mit integrationswilligen Muslimen.