Die Reformen, die David Cameron herausgehandelt hat, müssen noch vom Europäischen Parlament beschlossen werden – und zwar erst nachdem das Referendum über den Brexit in Großbritannien stattgefunden hat. Das Parlament kann dann nicht mehr frei gestalten, es wird zu einem Abnickerverein degradiert.

Wenn Großbritannien mit Nein stimmt, sollen die ausgehandelten Reformen laut Manfred Weber nicht in Kraft treten. Warum jedoch sollen Reformen gestrichen werden sollen, die gut für die Bürger der EU sind?

Es soll „keine Nachverhandlungen geben“, wenn Großbritannien mit Nein stimmt. Aber diese Ankündigungen kennen wir ja von den Zahlungen an Griechenland, dem immer wieder „letzte Fristen“ angedroht, jedoch nie eingehalten wurden.

Man darf geradezu gespannt sein, was passiert, wenn Großbritannien gegen einen Verbleib in der EU stimmt.