Es ist gut, dass die EU die Steuervermeidung internationaler Großkonzerne bekämpft. Aber die Kommission überzieht in ihrem ansonsten guten Vorschlag, wenn sie gemäß dem OECD-Vorschlag die Abzugsfähigkeit von Zinsen auf 30 % beschränken will. Der Vorschlag der OECD ist unangemessen, weil er alle Unternehmen trifft, auch die, die ehrliche Investitionen finanzieren und dafür Kredite aufnehmen. Zinsen sind Kosten für Investitionen. Und wenn wir die Abzugsfähigkeit beschränken, kommen wir zu einer Doppelbesteuerung.

Das EU-Parlament will die Abzugsfähigkeit sogar noch weiter einschränken – auf 20 %.  Dagegen müssen wir vorgehen im Interessen der Unternehmen in unserem Land und der EU!

Redebeitrag im Plenum am 7.6.16