Demokratie heißt Herrschaft des Volkes. Eigentlich sollen die Parteien den Willen des Volkes aufnehmen, umsetzen und vertreten. Davon sind wir ziemlich weit entfernt. Da wird man einmal innerhalb von 4 oder 5 Jahren nach seiner Meinung gefragt, indem man ein kleines Kreuz auf dem Wahlzettel machen kann. Danach schalten und walten die Altparteien, wie sie wollen. Die LKR sieht das anders: Wir glauben, dass die Bürger freie und eigenverantwortliche Menschen sind und selbst am besten wissen, was für sie gut ist. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass es nicht bei diesem einen Kreuz alle vier Jahre bleibt.

Wir fordern daher die Ergänzung der parlamentarischen Demokratie durch plebiszitäre Elemente nach Schweizer Vorbild. Nur wenn das Volk bei grundlegenden Fragen mit Mehrheit die letzte Entscheidungsbefugnis hat, zur Not auch gegen den Willen seiner Abgeordneten, ist es wirklich souverän. Eine solche Weiterentwicklung unserer Demokratie bewirkt zum einen, dass die Bürger sich sehr viel intensiver mit den für sie wichtigen politischen Entscheidungen befassen und damit die Demokratie in die Köpfe und die Herzen weiter vordringt. Jahrelange gesellschaftliche Spaltungen bei strittigen Entscheidungen (Beispiele: auf Bundesebene die Einführung des Euro, auf kommunaler Ebene „Stuttgart 21“) lassen sich so vermeiden und die Akzeptanz auch schwieriger Entscheidungen wesentlich verbessern. Zum anderen zwingt es die Politik dazu, die Auswirkungen wichtiger Entscheidungen viel besser zu erklären und die Menschen verstärkt in die politischen Prozesse einzubinden.

Wir lehnen kategorisch die Verlagerung von fiskalischen Entscheidungen in Gremien ab, die von den Parlamenten nicht ausreichend kontrolliert werden (Beispiel: ESM). Auch die Einführung von Schiedsgerichten (etwa bei TTIP) bedarf einer demokratischen Legitimation.