EU-Mittel für die Gleichstellung der Geschlechter (Clare Moody, A8-0033/2017)

Der Initiativbericht der britischen Sozialdemokratin Clare Moody fordert eine systematische Einführung von Gleichstellungsaufgaben in alle Bereiche des EU-Haushalts. Unter dem Stichwort „Gender Budgeting“ sollen die Grundsätze des so genannten „Gender Mainstreaming“ bei möglichst allen Ausgabenfeldern des EU-Budgets zur Anwendung kommen. Sämtliche Tätigkeiten der EU sollen demnach geschlechtsspezifische Ziele verfolgen und dem Konzept des „Gender Mainstreaming“ dienen, welches Geschlecht nicht als etwas Biologisches, sondern als soziale und psychologische, durch Menschen gemachte Realität (= gender) ansieht. Um es klar festzuhalten: Wir haben es beim sogenannten „Gender Mainstreaming“ mit einer ideologischen Irrlehre zu tun, welche sich weit von konkreten und wichtigen geschlechterspezifischen Themen – etwa Bekämpfung der häuslichen Gewalt, Schaffung familienfreundlicher Arbeitsverhältnisse, Eindämmung des Menschenhandels u. A. – entfernt hat und damit der eigentlichen, berechtigten Sache, nämlich Missstände in diesen Bereichen zu beseitigen, einen Bärendienst erweist. Der Bericht folgt dieser Geisteshaltung, weshalb es sich von selbst versteht, dass ich ihn abgelehnt habe.