Die EU verspielt durch ihren Umgang mit der Griechenlandkrise die Lebensperspektive von Millionen Menschen in Europa. Bereits vor den anstehenden Verhandlungen zwischen Athen und seinen Gläubigern steht das Ergebnis doch bereits fest: Mehr Milliarden für Griechenland, von denen seine notleidende Bevölkerung allerdings keinen Cent sieht. Anstatt endlich die Möglichkeit einer geordneten Insolvenz eines Mitgliedstaates in die Europäischen Verträge mit aufzunehmen, liegt bereits der Plan zur Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland bis Ende des Sommers in den Schubladen der Euro-Gruppe.

Damit versündigt sich die EU an der Zukunft von Millionen Europäern. Denn so wird das Leiden der Griechen nur künstlich verlängert, während in Deutschland infolge einer fatalen EZB-Niedrigzinspolitik zugunsten einer vermeintlichen Griechenland-Rettung Millionen Menschen die Möglichkeit zur Vorsorge genommen wird und ihnen somit die Altersarmut droht.

In diesem Zusammenhang belegt eine aktuelle Studie der Uni Duisburg-Essen, dass die gesetzliche Rente in Deutschland immer weniger wird: Vor 25 Jahren lag das Rentenniveau noch bei 55 % des Durchschnittsverdienstes der Arbeitnehmer, heute sind es nur noch 47 % und 2030 werden es gerade mal 43 % sein. Im Klartext: Die junge Generation zahlt drauf. In Deutschland gibt es für sie in Zukunft keine ausreichende Altersvorsorge, in Griechenland fehlt ihr in der Gegenwart die Arbeit und in der Zukunft die Perspektive!

Die griechischen Superreichen, die ungestraft Steuern hinterziehen, und Bundesfinanzminister Schäuble, der sich für Negativzinsen verschulden kann, machen dagegen hervorragende Geschäfte.