/, Presse/„Eurostaaten müssen sich an Verträge halten“ (Gastbeitrag beim Focus, 19.06.2018)

„Eurostaaten müssen sich an Verträge halten“ (Gastbeitrag beim Focus, 19.06.2018)

Anders als die Bundeskanzlerin suggeriert, war die Euro-Rettungspolitik nie alternativlos. Aber gerade diese Politik hat dazu geführt, dass jede weitere Entscheidung ebenfalls als alternativlos dargestellt wird. Der ersten Fehlentscheidung folgen zwanghaft die nächsten.

Weil die Rettungspolitik von Anfang an falsch konzipiert war, rutscht Deutschland immer tiefer in die Haftungs- und Transferunion.

Nun haben wir also doch die „populistische“ Regierung aus Lega Nord und Cinque Stelle. Schon während der Koalitionsverhandlungen waren allerhand Informationen durchgesickert, die von Vielen als ungeheuerlich empfunden worden waren. Man könnte sie aber auch einfach als raffiniert bezeichnen.

Die Forderung nach einem Schuldenerlass in Höhe von 250 Milliarden Euro war in der Öffentlichkeit zwar schnell wieder kassiert worden. Im Raume hängt sie trotzdem. Denn jeder weiß: Angesichts eines Regierungsprogramms, das aus Ausgabenerhöhungen, Steuersenkungen und früherem Renteneintritt besteht, kann die Schuldensituation schnell eskalieren. Wie werden die anderen Eurostaaten dann reagieren?

2018-06-21T13:57:10+00:0021.06.2018|Categories: Aktuelles, Presse|0 Comments
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