Die fünf Abgeordneten der Allianz für Fortschritt und Aufbruch des Europäischen Parlaments sind der Gruppe „Freedom of Choice“ beigetreten. Der finnische Abgeordnete der Liberalen (ALDE) Paavo Vayrynen hat „Freedom of Choice“ als parteiübergreifende eurokritische Gruppe gegründet. Die Vereinigung setzt sich für einen legalen Austritt der Euroländer aus der Einheitswährung ein. Dies soll mit Volksabstimmungen über Austritt bzw. Eintritt in den Euroverbund in den jeweiligen Ländern erfolgen.

„Die Europäische Union sollte auf Subsidiarität und Eigenverantwortung der Staaten basieren. Das heißt auch, dass Länder frei sind einer Währungsunion beizutreten aber auch diese wieder zu verlassen“, betont Bernd Lucke, Europaabgeordneter und Vorsitzender der Allianz für Fortschritt und Aufbruch. „Wir begrüßen und unterstützen daher auch das Engagement von Paavo Vayrynen für ein Referendum in Finnland im kommenden Jahr über den Austritt aus der Währungsunion.“

„Doch nicht nur in Finnland gibt es steigenden Unmut über die schädigenden ökonomischen und politischen Folgen der ,one-size-fits-all‘-Währung“, erklärt Hans-Olaf Henkel, einer der fünf Abgeordneten der Allianz für Fortschritt und Aufbruch im Europäischen Parlament. „Im Gegensatz zum Deutschen Bundestag, in dem sich nur eine Abgeordnete klar gegen die Einheitswährung ausspricht, schätze ich den Anteil der Eurogegner im Europäischen Parlament schon auf mehr als 30%. Die nun gegründete Gruppe ,Freedom of Choice‘ kann der Beginn einer Parteien und Koalitionen übergreifenden Absetzbewegung vom Euro werden. Diese werden wir nach Kräften unterstützen.“

Bernd Lucke stellt klar, dass die Mitarbeit in dieser Gruppe nur unter der Voraussetzung erfolgt, dass Vertreter aus rechtspopulistischen oder linksradikalen Parteien keinen Zugang zu dieser Initiative haben werden. Damit sei der Zugang von Vertretern der Front National, NPD und AfD der Eintritt versperrt.