Der Rodrigues-Bericht, über den heute im Europäischen Parlament abgestimmt wird, will den Staaten vorschreiben, auf allen Ebenen des Bildungswesens Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen, diese umfassend in die Lehrerausbildung zu integrieren, Überwachungsmechanismen hierüber zu implementieren, direkt in die Familien hinein zu wirken, sogar Gleichstellungsfragen zum Thema beim Sport und bei Freizeitaktvitäriten zu machen. So sehr wir die Gleichberechtigung von Frauen bejahen: Diese  Pläne schießen weit über das Ziel hinaus.  Im Übrigen überschreiten sie in eklatanter Weise die Befugnisse der EU. Bildungspolitik geht die EU nichts an! In Deutschland ist Bildungspolitik sogar Sache der Bundesländer und die wachen eifersüchtig über diese Kompetenz. Da ist es absurd, wenn die EU plötzlich Vorschriften machen will.

Ferner: Das deutsche Grundgesetz schreibt vor, dass der Staat die Benachteiligung von Frauen aktiv beseitigen muss. Damit ist alles gesagt. Mehr Maßgaben brauchen wir nicht! Deshalb lehnt die Allianz für Fortschritt und Aufbruch diesen Bericht ab.