Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro-Währungsgebiet ist unvermeidlich. Statt neue Milliarden zu geben, sollte die Euro-Zone Griechenland einen Teil seiner Schulden erlassen und dafür das Ausscheiden aus der Euro-Zone besiegeln. Griechenland wird dann seine verbleibenden Schulden zuverlässiger bedienen können, weil durch eine Abwertung die Wettbewerbsfähigkeit der Privatwirtschaft wiederhergestellt werden kann und der griechische Staat höhere Steuereinnahmen erzielen wird. Die griechischen Schulden sind für Griechenland seit langer Zeit nicht mehr tragfähig. Die vor wenigen Monaten gefeierte angebliche Rückkehr Griechenlands an die Kapitalmärkte war stets ein Trugbild. Griechenland ist nach wie vor nicht in der Lage, sich an den Kapitalmärkten zu finanzieren. Eigentlich hätte Griechenland nur drei Jahre lang Hilfskredite erhalten sollen, aber nun sind fast fünf Jahre vergangen und immer noch werden Milliardenstützungen durch die Euro-Zone gewährt.

Ein Artikel im Handelsblatt