Interview mit der RNZ: Ich bedaure, was aus der AfD geworden ist. Als die AfD 2013 gegründet wurde, hatte sie alle Chancen, eine bürgerliche Erneuerungsbewegung in der politischen Mitte zu werden. Die Chance hat sie jetzt verpasst.

Aber ich bin gegen eine Dämonisierung der AfD. Man muss sich auseinandersetzen mit den Inhalten, die sie angeblich hat. Solange man sie immer nur in die rechtsradikale Ecke schiebt, leistet man nur den Leuten Schützenhilfe, die sagen: Seht ihr, die anderen Parteien haben ja auch keine Lösung, und deshalb diffamieren sie uns bloß.

Ich bin auch heute noch gegen eine Zuwanderung in unsere Sozialsysteme. Das hat nichts mit Rechts zu tun. Das ist ein Schutz der Sozialsysteme, und das ist immer ein Kernanliegen der politischen Linken in diesem Land gewesen.

Wo immer wir mit der Allianz für Fortschritt und Aufbruch Wahlkampf machen, kriegen wir erheblichen Zuspruch. Das Problem ist, dass die Allianz für Fortschritt und Aufbruch noch wenig bekannt ist. Aber der politische Raum ist groß zwischen einer AfD, die sehr weit nach rechts gerutscht ist, einer CDU, die sich immer weiter nach links bewegt, und einer FDP, die ziemlich profillos ist. Zwischen der CDU mit „Wir nehmen alle Flüchtlinge“ und der AfD mit „Wir nehmen keinen“ steht die Allianz für Fortschritt und Aufbruch. Wir wollen Kriegsflüchtlingen helfen, aber begrenzt durch eine „atmende Obergrenze“.