Der Bericht über die Bekämpfung des Menschenhandels in den EU-Außenbeziehungen richtet sich, wie der Name schon nahelegt, gegen Menschenhandel in all seinen Formen. Es werden Zahlen und Fakten über sexuelle Ausbeutung und Versklavung, Organhandel, Kindersoldaten etc. genannt und durchaus sinnvolle Vorschläge unterbreitet, wie die EU in Kooperation mit internationalen Organisationen und Drittstaaten aktiv gegen diese kriminellen Machenschaften vorgehen kann.

Die ursprüngliche Version wurde mit Paragraph 12 ergänzt. In diesem wird gefordert, dass alle Unternehmen sowie Subunternehmen haftbar gemacht und dementsprechend auch sanktioniert werden müssen, wenn entlang ihrer gesamten Liefer- und Produktionskette in irgendeiner Form Menschenhandel oder Ausbeutung eine Rolle gespielt haben. Diese Forderung ist völlig inakzeptabel, da ein Unternehmen oder gar Subunternehmen aus naheliegenden Gründen keinen Überblick über jeden einzelnen Schritt in der Liefer- und Produktionskette haben kann und auch nicht für jeden einzelnen dieser Schritte verantwortlich ist. Die Forderung läuft daher darauf hinaus, Verantwortung umverteilen zu wollen.

Obwohl ich die Bekämpfung des Menschenhandels persönlich sehr unterstütze, habe ich wegen des Paragraphen 12 gegen den Bericht gestimmt.

Schriftliche Erkärung zur Abstimmung im Plenum am 5.7.16