Die CDU scheint völlig durchgedreht zu sein. Einerseits frönt sie blankem Populismus, indem sie 500-Euro-Gutscheine für Griechenlandreisen ins Gespräch bringt. Andererseits geizt sie bei der Kindergelderhöhung und feilscht um wenige Euro. Dann aber wieder bewilligt sie neue Griechenlandkredite im Schweinsgalopp und ohne irgendwelche konkrete Zusagen der Syriza-Regierung. Da werden in Athen die Sektkorken geknallt haben.

Als Regierungspartei muss die CDU zu ihrer Verantwortung vor den deutschen Wählern stehen. Das Kindergeld ist eine sinnvolle politische Maßnahme insbesondere zur Unterstützung von Familien mit vielen Kindern und geringem Arbeitseinkommen. Griechenlandtourismus zu fördern ist hingegen keine Aufgabe des Staates und jedem Griechenlandreisenden 500 Euro an Steuergeldern zu schenken, ist eine Brüskierung anderer europäischer Urlaubsregionen. In Mecklenburg-Vorpommern freuen sich die Gastwirte auch auf die Touristen, und sie tragen den Schaden, wenn wir die Urlauber mit Subventionen künstlich nach Griechenland leiten.

Es ist unverständlich, warum Griechenland Mal ums Mal vom deutschen Steuerzahler gestützt werden muss. Dabei zeigt gerade die Debatte um die Kindergelderhöhung erneut, dass es auch in Deutschland sinnvolle Zwecke gäbe, für die unsere Steuermittel eingesetzt werden könnten.