Die Universität Düsseldorf hat die für 26.4.16 geplante TTIP-Veranstaltung, auf der ich neben anderen Referenten einen Vortrag halten sollte, abgesagt, weil linke Gruppierungen mit Störungen gedroht hatten. Diese Absage ist ein erbärmliches Zeichen für die Meinungsfreiheit, wie sie offenbar an der Universität Düsseldorf gepflegt wird. Wäre die Universität tatsächlich um die Sicherheit der Referenten und Organisatoren besorgt gewesen, so wäre die einzig richtige Antwort gewesen, mehr Sicherheitskräfte zu beauftragen. Die Absage richtet sich folglich gegen eine vermutet missliebige Meinung. Wo sind wir denn, dass Universitäten nicht mehr das Rückgrat besitzen, für Meinungsfreiheit und -vielfalt einzustehen? Dies muss sich insbesondere die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf fragen, deren Namenspatron vor 185 Jahren vor der Zensur in Preußen nach Frankreich fliehen musste.

Inzwischen scheint die Begründung für die Absage fraglich. Die Universität Düsseldorf muss nun aufklären, welches die wahren Gründe waren. Sie darf nicht den Verdacht im Raum stehen lassen, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden sollte.

Sollte sich herausstellen, dass die Rektorin die Veranstaltung auf Druck von einigen wenigen Linken abgesagt hat, so wäre das ein wahrlich schlechtes Vorbild für die junge Generation.