//Nachhaltiges Finanzwesen

Nachhaltiges Finanzwesen

Nachhaltiges Finanzwesen

Bericht:  Molly Scott Cato

[2018/2007(INI)]

Ausschuss für Wirtschaft und Währung

 Seitdem das Pariser Klimaabkommen geschlossen wurde, hat die Europäische Kommission mehrere Pläne für dessen Umsetzung entworfen. Eine der letzten Strategien zielt auf eine grüne Finanzierung ab und befasst sich mit ökologischen Aspekten rund um Themen wie zum Beispiel jene, ob und wie das Finanzsystem zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft beitragen kann. Dazu zählt, dass Marktpreise von Finanzprodukten im Falle negativer Umweltwirkungen zu niedrig sein können.

Die Stellungnahme des Europaparlaments schießt dabei an vielen Punkten über das Ziel hinaus. Es erhebt ökologische Anliegen über alle anderen, setzt auf direkte Markteingriffe, Vorschriften und Verbote und zieht nicht die Folgewirkungen und Kosten geforderter Maßnahmen in Betracht. So sollen zum Beispiel Nachhaltigkeitsindikatoren bei allen Gesetzesvorhaben der EU berücksichtigt werden, Rating-Agenturen sollen dazu gebracht werden, Nachhaltigkeitsindikatoren bei ihren Ratings zu berücksichtigen, die Europäische Investitionsbank soll ihre Geschäftspraktiken an Umweltzielen ausrichten und die Europäische Zentralbank soll bei ihren Anleihekäufen das Pariser Abkommen in Betracht ziehen. Marktbasierte Lösungen wären an vielen Stellen mit Sicherheit zielführender. Es scheint, als hätten die Beteiligten aus den phänomenalen Trugschlüssen des Club of Rome nichts gelernt.

Daher lehne ich die Parlamentsstellungnahme ab.

2018-06-06T13:42:39+00:0006.06.2018|Categories: Schriftliche Erklärungen|0 Comments
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.