Zu den Enthüllungen der Panama Papers: Die Gründung von Unternehmen im Ausland zur Steuervermeidung ist legal. Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass zunächst einmal der Gesetzgeber gefragt ist. Künftig soll jeder international tätige Konzern den Steuerverwaltungen genaue Angaben darüber machen, wie sich der erzielte Unternehmensgewinn auf die Standorte in unterschiedlichen Ländern verteilt und wie viel Steuern in den jeweiligen Ländern gezahlt werden.

Außerdem soll angegeben werden, welche Lohnsumme und welche Kapitalaufwendungen in jedem Land gezahlt werden, damit man überprüfen kann, ob Gewinne da versteuert werden, wo die Wertschöpfung erfolgt. In einem weiteren Schritt muss das legale Verschieben von Steuern in Steueroasen künftig energisch unterbunden werden, denn es schädigt die ehrlichen Steuerzahler und stellt eine gravierende Wettbewerbsbenachteiligung gegenüber kleinen und mittleren Unternehmen dar, die nicht grenzüberschreitend tätig sind und deshalb die normale Steuerlast tragen müssen.

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