Interview mit der Frankfurter Neuen Presse: Bei den Reden auf Pegida-Demonstrationen wird bewusst der Tabubruch gesucht. Das ist keine angemessene Form der politischen Auseinandersetzung. Sei es, dass ein Mann mit einem „Merkel-Galgen“ auf der Demo zu sehen ist oder ein Redner wie Pirinçci seine Hasstiraden über 20 Minuten zum Besten geben kann.

Gleichwohl: Viele der Pegida-Demonstranten sind einfache Bürger, die Angst haben. Sie sehen, dass der Regierung Merkel die Kontrolle über die Flüchtlingskrise entglitten ist. Da sie bei der Politik kein Gehör mehr finden, sondern tendenziell stigmatisiert werden, tragen sie ihren Protest mit aller Emotionalität auf die Straße. Aber das alles muss man trennen von Leuten, die auf Pegida-Demonstrationen hetzen und Stimmung schüren.

Für die Allianz für Fortschritt und Aufbruch gilt: Das Asylrecht für politisch Verfolgte tasten wir nicht an, aber wir möchten eine Obergrenze bei der Zuwanderung und bei der Flüchtlingsaufnahme. Jeder weiß, dass wir nicht alle Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten aufnehmen können. Unseren besonderen Schutz bedürfen Familien, Frauen und Kinder. Und dann sollten wir auch entschieden Hilfe vor Ort leisten – angefangen bei den Flüchtlingslagern, in denen Millionen darauf warten.

Das Interview auf fnp.de