Fast der Hälfte der Bevölkerung droht Armut im Alter, wenn sie nur auf die gesetzliche Rente setzt. Die CDU hat die Altersarmut als Wahlkampfthema entdeckt und lässt nun verlautbaren, es sei schwierig, eine Lösung zu finden. Die Allianz für Fortschritt und Aufbruch hat bereits eine sehr gute Lösung: den nationalen Rentensicherungsfonds. Wir setzen damit weder auf die Belastung von Unternehmen noch auf weitere Umverteilungen. Sondern wir schlagen vor, dass der Staat einen Rentensicherungsfonds anspart. Er soll Kapital bilden und es in den Rentenfonds investieren. Mit realen Investitionen lässt sich auch heute noch eine Rendite von 3 % erzielen.

Wir haben es durchgerechnet: Dieser Fond kann die Renten stabilisieren, wir können aus dem Fonds Mütterrenten und andere versicherungsfremde Leistungen finanzieren, aus angesparten Steuergelden, statt die Gemeinschaft der Versicherten zu belasten.

Für den Rentensicherungsfonds muss der Staat sparen. Dies aber will die EU nicht; sie will, dass Deutschland sich stärker verschuldet, was der stagnierenden Eurozone auf die Beine helfen soll. Aber das ist falsch. Die Kommission hat festgestellt, dass Deutschland verschuldet ist. Mehr Schulden sind die falsche Antwort auf Überschuldung.

Wenn Deutschland spart und Vermögen für die Rentensicherung aufbaut, wird die Verschuldung gesenkt und gleichzeitig die Rente für die künftigen Rentner sicherer gemacht. Dann wird auch die Bundesregierung Druck auf die EZB ausüben, endlich höhere Zinsen zuzulassen. Solange der Staat verschuldet ist, profitiert er von den niedrigen bzw. den Nullzinsen, die die Sparer schädigen. Wenn der Staat jedoch selbst spart, muss er ein Interesse an angemessenen Zinsen haben.