Ressourceneffizienz: Verringerung der Verschwendung von Lebensmitteln, Verbesserung der Lebensmittelsicherheit

Bericht:  Biljana Borzan (A8-0175/2017)

[2016/2223(INI)]

Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Die Berichterstatterin fordert in diesem Bericht die Einführung verbindlicher quantitativer Zielvorgaben zur Reduktion von Nahrungsmittelabfällen. So soll bis 2025 EU-weit ein Drittel (30%) und bis 2030 die Hälfte (50%) der geschätzten jährlich 88 Millionen Tonnen an Nahrungsmittelabfällen vermieden werden. Konkrete Maßnahmen werden noch nicht benannt, vielmehr wird die Kommission aufgefordert zunächst eine Methodik zur Messung von Nahrungsmittelabfällen in allen Mitgliedsstaaten zu entwickeln.

Zweifellos gibt es aus Sicht des Umweltschutzes, aber auch aus ökonomischer oder ethischer Perspektive gute Gründe, Nahrungsmittelabfälle zu reduzieren. EU-weite Quoten müssten jedoch zwingend auch EU-weit kontrolliert werden, was auf Ebene der Produzenten, des Handels und der Konsumenten zu erheblicher Bürokratie führen würde, zumal einheitliche Standards in den 27 Mitgliedsstaaten kaum umsetzbar wären.

Trotz der hehren Absicht der Berichterstatterin habe ich daher gegen den Bericht gestimmt.