Bericht:  Anna Hedh (A8-0271/2017)

Bericht über die Stärkung der wirtschaftlichen Stellung der Frau im Privatsektor und im öffentlichen Sektor in der EU

[2017/2008(INI)]

Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter             

Der Entschließungsantrag über die „Stärkung der wirtschaftlichen Stellung der Frau im Privatsektor und im öffentlichen Sektor in der EU“ befasst sich mit dem grundlegend bedeutsamen Thema des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds, welcher nach Angaben der Kommission in der EU durchschnittlich 16% beträgt.

Die Vorschläge der Berichterstatterin gehen jedoch weit über jedes vernünftige Maß hinaus. Insbesondere gesetzlich vorgeschriebene Quoten und bindende Vorgaben für Privatunternehmen stellen zu große Eingriffe in die liberale Wirtschaftsordnung dar. So ist etwa der geforderte gesetzliche Anspruch auf einen Wechsel von einer Teilzeitbeschäftigung in eine Vollzeitstelle höchst kritisch zu sehen. Auch die geforderten „Schulungsprogramme für pädagogische Fachkräfte über die Gleichstellung der Geschlechter“ werfen Fragen auf. In eigener Sache sind auch die postulierten Kandidatenlisten mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis für die nächste Europawahl fragwürdig, sollte doch jedes Parteimitglied und jeder Wähler selbst frei darüber entscheiden wem sie/er ihr/sein Vertrauen schenkt.

Aufgrund dieser exemplarisch aufgeführten Punkte habe ich gegen den Bericht gestimmt.