In der ersten Plenartagungswoche, an der ich teilgenommen habe, fand am letzten Tag eine Parlamentssitzung von gerade einmal 4 (vier!) Minuten statt. In dieser Sitzung sprach einzig und allein Herr Schulz, keiner der über 700 Parlamentarier konnte sich zu Wort melden oder abstimmen. Diese vier Minuten haben den Steuerzahler 304 € Tagegeld für jeden der über 700 Abgeordneten gekostet sowie die Parlamentarier Übernachtungskosten und einen vollen Arbeitstag. Dies zeigt manchen Unfug, der in Europa zu beklagen ist.

Der Grund für diese unsinnige Aktion liegt darin, dass einmal vertraglich festgelegt wurde, dass an einer bestimmten Anzahl von Tagen Sitzungen in Straßburg stattzufinden haben (und sei es nur eine 4-Minuten-Sitzung), damit Straßburg als Parlamentssitz nicht zu sehr gegenüber Brüssel an Bedeutung verliert.

Kosten spielen in solchen Fragen offenbar keine Rolle. Das ist etwas, was wir dringend in Europa ändern müssen.