8. Oktober 2014 hat die BILD mich in Brüssel besucht und ein Interview mit mir geführt.
Ich sprach unter anderem darüber, dass Frankreich derzeit das größte Problem in der Eurozone ist. Frankreich wäre gut beraten, den Euro aufzugeben, wie auch die südeuropäischen Länder. Mit eigenen Währungen könnten sie abwerten, die eigenen Produkte billiger anbieten und damit wieder konkurrenzfähig werden.

In Wirtschaftsfragen habe ich eine liberale Grundeinstellung, habe mich aber ansonsten nie als liberal empfunden. Gesellschaftlich wird Liberalität oft als etwas Permissives verstanden. Es muss jedoch Grenzen geben und Grenzüberschreitungen müssen geahndet werden. Wir haben eine Verantwortung für unsere Gesellschaft und dürfen nicht alles Mögliche durchgehen lassen.

Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten brauchen unsere humanitäre Hilfe. Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist ja dankenswerterweise immer sehr hoch. Am dringendsten und am besten setzt man dieses Geld vor Ort zur Unterstützung von Zufluchtsländern innerhalb der Region ein. Auf Europa übertragen: Wenn es in Dänemark Bürgerkrieg gäbe, und die Dänen flöhen vor einer schrecklichen Verbrecherorganisation, dann wäre es die Pflicht der Deutschen und anderer Nachbarn, diese Menschen aufzunehmen. Es wäre eine Schnapsidee, die Dänen ins reiche Saudi-Arabien zu schicken.

Wir dulden keine Ausländerfeindlichkeit in der AfD. Aber wir lassen uns auch nicht einreden, dass man ausländerfeindlich ist, nur weil man sich für ein geordnetes Zuwanderungsrecht einsetzt.

Im Übrigen instrumentalisieren wir nichts. Sondern wir sprechen Probleme an. Das macht der CDU Angst, deshalb versucht der Finanzminister, uns zu verteufeln. Bislang nicht sonderlich erfolgreich.

Ob die CDU auf uns zukommt, ist mir schnuppe. Die CDU ist wetterwendisch. Solange sie denkt, dass sie ihre machtpolitischen Ziele auch mit SPD und Grünen bekommt, wird sie zu denen rennen. Das eröffnet uns politischen Raum.