Die große Krise der Zukunft ist die Rentenkrise. In der gesetzlichen Rentenversicherung werden die Renten der Alten von den Jungen gezahlt. Aber es gibt viel zu wenig Kinder in Deutschland. Und Einwanderer, die in großer Zahl kommen, verdienen mangels ausreichender Berufsqualifikationen zu wenig, um gute Renten finanzieren zu können.

Wenn wir jetzt nicht handeln, wird in dreißig Jahren die Hälfte der Rentner unterhalb der Armutsgrenze leben. Wir müssen einen staatlichen Rentensicherungsfonds auflegen – einen vor dem Zugriff des Finanzministers gesicherten Vermögensfonds, wie ihn viele andere Länder auch haben. Ein Nebeneffekt: Wenn der Staat spart, statt sich zu verschulden, hat er auch ein Interesse daran, dass es wieder positive Zinsen gibt. Und aus den Erträgen des Rentensicherungsfonds kann die gesetzliche Rente ergänzt werden. Damit jeder im Alter eine angemessene Rente bekommt – auch die, die vielleicht jahrelang ihre Berufstätigkeit zugunsten ihrer Familie und ihrer Kinder zurückgestellt haben.