Nach 25 Jahren sehen wir: Die Integration von Menschen in eine andersartige Gesellschaft und in ein andersartiges Wirtschaftssystem ist und bleibt eine schwierige, langwierige Angelegenheit. Das gilt selbst innerhalb eines Volkes, das sich zu Recht zusammengehörig fühlt, aber in unterschiedlichen Staaten unterschiedlich geprägt wurde.

Nun kommen in großer Zahl Menschen zu uns, die kein Deutsch können, die kaum verwertbare Berufserfahrungen haben, ja von denen viele unsere Schrift nicht lesen können, weil sie nur arabische Schriftzeichen kennen, die größte Schwierigkeiten haben werden, einen Arbeitsplatz zu finden, bei denen es lange dauern wird, bis sie in irgendeiner Form produktiv tätig sein können, die aber dringend Schulen brauchen und Kindertagesstätten, Altersheime und ein komplettes Gesundheitssystem.

Zu den Erfahrungen der deutschen Wiedervereinigung zählt, dass eine herzliche Willkommenskultur zwar etwas Schönes ist, aber keinerlei Beitrag zur Lösung der eigentlichen Probleme leistet.

Wer sich dies bewusst macht, versteht, weshalb viele Menschen in Deutschland angesichts der Flüchtlingskrise mit größter Sorge in die Zukunft blicken, dass vielen Bürgern – und insbesondere den ostdeutschen – beklommen ums Herz wird.

 

Mein Beitrag in der HuffingtonPost