Hilfe für Menschen in Not war gerade im letzten Jahr das Prinzip deutscher Politik. Jetzt haben Unwetter in manchen Orten Deutschlands schwerste Schäden verursacht. Tote sind zu beklagen, Menschen stehen hilflos vor ihren Wohnungen, in denen Schmutzwasserfluten alles vernichtet haben. Manche haben ihre Häuser, ihre Autos oder ihre Weinberge verloren. Wo bleibt jetzt das Signal der Politik? Warum hören wir jetzt nicht: Wir stehen an Eurer Seite! Wir schaffen das!

Wie groß die Sachschäden sind, ist noch nicht zu ermessen. Aber im Vergleich mit den hohen Kosten und Folgekosten der Flüchtlingsaufnahme dürfte es sich um überschaubare Beträge handeln. Und deshalb ist es wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, für die eigenen Bürger sei die Hilfsbereitschaft geringer als für die Flüchtlinge, die zu uns kommen. Wer diesem Eindruck Vorschub leistet, bereitet den Nährboden für Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Deshalb brauchen wir ein klares Kanzlerwort, dass die von Überflutungen Geschädigten unser aller Hilfe erhalten.