Die Wahl Ramelows war ein demokratischer Akt, den wir respektieren, auch wenn wir Ramelows Gesinnung ablehnen. Mit Rot-Rot-Grün ist in Thüringen ein Modell geschaffen worden, dass auch Auswirkungen für die Bundesregierung haben wird. Wir bedauern, dass die Chance zu einer parteiübergreifenden Expertenregierung leichtfertig verspielt worden ist.

Die SPD hat gezeigt, dass sie mit ihrer früheren Ausgrenzungsstrategie gegenüber der Linken nicht erfolgreich gewesen ist. Nun unterwirft sie sich der Linken und macht sich zum Steigbügelhalter derer, denen selbst die SPD zu rechts ist.

Die CDU hat die bürgerliche Mitte kampflos aufgegeben und dem Aufstieg von rot-rot-grün nur wachsweichen Widerstand geleistet. Dadurch ist sie mitverantwortlich dafür, dass nun eine Partei den Ministerpräsidenten stellt, die laut Verfassungsschutzbericht  nicht nur bundesweit rund 3000 Linksextremisten in ihren Reihen hat, sondern diese auch aktiv finanziell fördert. Statt sich in einem Schaukampf gegen die AfD abzustrampeln, hätte die CDU lieber darüber aufklären müssen, dass mit der Linken nun auch Verfassungsfeinde in die Ministerien und Schulbehörden einziehen werden können. Die CDU aber sitzt selbstverschuldet zwischen allen Stühlen: Als Regierungspartei verbraucht und ohne Koalitionspartner ist von dieser Partei kein positiver Beitrag zur Zukunft Thüringens zu erwarten.