Die Eurokrise ist alles andere als bewältigt. Insbesondere Griechenland macht keine Fortschritte bei der Bewältigung seiner wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Der griechische Finanzminister hat zugegeben, dass wohl nur 5 % der vereinbarten Erlöse für die Privatisierung von Staatsbetrieben erreicht werden. Die griechische Wirtschaft wächst nach wie vor nicht, die Schulden bewegen sich auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor horrend. Insbesondere die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist eine Versündigung an der Zukunft der jungen Generation.

Auch die Target II-Salden steigen in der Eurozone wieder. Für Deutschland haben sie fast das Niveau von 2012 erreicht. Die größten Target II-Schuldner sind jedoch Italien und Spanien. In Spanien, das sogar ein schwaches Wirtschaftswachstum aufweisen kann, findet augenscheinlich eine sich verstärkende Kapitalflucht statt, ähnlich wie in Italien.

Das Eurosystem gerät folglich erneut in eine Krise. Bisher wurde die Krise durch das Geld der EZB verdeckt. Es ist an der Zeit, an die Ursache der Krise heranzugehen: die gemeinsame Währung. Wir müssen diese gemeinsame Währung auflösen und eines Tages zu nationalen Währungen in den Ländern zurückkehren. Ein Anfang wäre gemacht, wenn die südeuropäischen Staaten aus dem Euro ausscheiden würden.