Das Klonen von Tieren und gar die Verwendung von Produkten von Klon-Tieren wird in der Bevölkerung sehr kritisch gesehen, Klonen gilt als etwas Ähnliches wie Genmanipulation. Dem ist jedoch nicht so, im Gegenteil: Das geklonte Tier ist gerade genetisch identisch mit einem Elterntier.

Das Elterntier wird ohne Bedenken wirtschaftlich genutzt. Da geklonte Nachkommen genetisch identisch mit dem Muttertier sind, birgt die Nutzung der geklonten Nachkommen folglich keine anderen Gesundheitsrisiken wie die Nutzung des Muttertiers. Die Nutzung des geklonten Tieres ist genauso unbedenklich.

Die EU will jedoch das Klonen insgesamt und die Nutzung von Produkten geklonter Tiere untersagen. Ja, man verbietet sogar die Nutzung der Produkte der natürlichen Nachkommen von geklonten Tieren. Das ist absurd. Denn die Nachkommen von geklonten Tieren unterscheiden sich genetisch nicht von den natürlichen Nachkommen des Muttertieres des geklonten Tieres. Hier wird mit Hysterie gehandelt. Es gibt vielmehr keinen vernünftigen Grund, weshalb man das Klonen verbieten sollte.

Natürlich gibt es Aspekte des Klonens, die bedenklich sind und die verboten werden sollten. Wenn beispielsweise das Klonen dem Tier Schmerzen bereitet, sollte der Tierschutz greifen. Das ist jedoch kein Grund, die Technik gleich ganz zu verbieten. Wir sollten die Chancen des Klonens nutzen und da, wo es ethische und andere Bedenken gegen das Klonen gibt, das Klonen bzw. die Nutzung von Klon-Produkten nicht zulassen. Ein allgemeines Verbot verbaut uns jedoch Zukunfts-Chancen. Deshalb haben wir gegen die Verbotshysterie gestimmt.

Dafür steht die Allianz für Fortschritt und Aufbruch. Wir wollen, dass wir neue wissenschaftliche Erkenntnisse auch nutzen können, dass wir ein positives Verständnis von technischem Fortschritt haben. Wir wollen die Risiken angemessen würdigen, aber nicht übertreiben und nicht bloßen Stimmungen nachgehen, die in der Bevölkerung von interessierter Seite, oftmals den Grünen, geschürt werden.

 

Videonachricht aus Straßburg, 9.9.15